49. Internationale Magnabet.com-Meile

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    • 49. Internationale Magnabet.com-Meile

      Eines der Hauptereignisse der Badener Saison 2013, steht mit der 49. Internationalen Badener Meile am Sonntag den 14.07.13 auf dem Programm.

      Auf Grund der schwierigen Zeiten im österreichischen Trabrennsport, hat aber auch dieser Traditionsbewerb ein wenig an internationalen Flair verloren - finden doch mit Defender MS (Slowenien) und Pisepampel (Deutschland) nur zwei Teilnehmer aus dem Ausland (und in ausländischen Besitz stehend) den Weg in die Kurstadt.

      Dennoch erwartet uns sicherlich ein spannender Bewerb, der nach längerer Zeit mit Akkon wieder an ein österreichisches Pferd gehen könnte (diesbezüglich dann aber von Raimund (Flyingbolt) ein wenig mehr). Malandro Mader hat sicherlich mit der äussersten Nummer einen schweren Stand, zählt aber dennoch zum engeren Favoritenkreis. Auch ein in sehr starker Form laufender Sahir kann bei passendem Rennverlauf durchaus einen vollen Erfolg landen. Oder gibt es gar einen Aussenseitererfolg???
    • Erstmals wurde die Badener Meile 1965 ausgetragen, hier die komplette Siegerliste:

      1965 Dornier (Adolf Winkler) 20,3
      1966 Dornier (Adolf Winkler) 21,2
      1967 Epsom (Adolf Übleis) 23,1
      1968 Winston (Rudolf Huemer) 20,5
      1969 Freigräfin (Günther Zickler) 19,8
      1970 Winston (Dieter Marz) 19,7
      1971 Meltus (Andor Beess) 17,5
      1972 Meltus (Andor Beess 18,2
      1973 Meltus (Andor Beess) 20,
      1974 Blondvolk (Andor Beess) 18,9
      1975 Blondvolk (Johannes Frömming) 20,3
      1976 Pagado (Adolf Übleis) 20,0
      1977 Pagado (Adolf Übleis) 20,7
      1978 Max J:R (Uwe Beyer) 18,8
      1979 Durbar II (Adolf Übleis) 19,3
      1980 U'man Chorus (Johannes Frömming) 19,4
      1981 Mini Model (H.Göldner) 16,9
      1982 Vasja (Adolf Übleis) 18,2
      1983 Provella (Dieter Marz) 16,9
      1984 Mini Model (Helmut Biendl) 18,2
      1985 Hinus (Josef Sparber) 16,3
      1986 Toni L. (Adolf Übleis) 17,6
      1987 Traumbube (Siegfried Jahn) 16,9
      1988 Tidango Me (Wilhelm Huemer) 17,1
      1989 Vicky Vy (Fritz Fischer) 16,3
      1990 Speed Sailing (Helmut Biendl) 17,4
      1991 Spadille (Josef Sparber) 16,4
      1992 Marius (Lothar Hanke) 16,4
      1993 Charlie Somolli (Jim Frick) 16,0
      1994 Elway (Jim Frick) 14,6
      1995 Aces Noble (Jim Frick) 14,3
      1996 Hawk Laukko (Adolf Übleis) 15,1
      1997 Sea Cove (Harald Grendel) 17,6
      1998 Renado (Rudolf Haller) 15,8
      1999 Nino Savoy (Veijo Heiskanen) 14,7
      2000 Renado (Rudolf Haller) 16,0
      2001 Royal Pit (Helmut Biendl) 13,4
      2002 Kilimanjaro Montana (Jan Wagenaar) 14,4
      2003 Mayon Bowl (Gerhard Biendl) 14,3
      2004 Blue Glass (Hannu Voutilainen) 13,6
      2005 Blue Glass (Hannu Voutilainen) 14,0
      2006 Freiherr As (Rudolf Haller) 13,5
      2007 E.T.Diamant (Olivier Monshouwer) 14,7
      2008 Giant des Bois (Helmut Biendl) 15,5
      2009 Istogramma Sas (Gerhard Mayr) 13,4
      2010 Opal Viking (Josef Franzl) 14,0
      2011 Lets go on (Helmut Biendl) 13,8
      2012 Top of the Rocks (Christoph Schwarz) 14,9

      Mit Siegen von 'richtigen' Österreichischen Pferden schaut es ziemlich mager aus, denn bisher konnten sich nur drei Österreichische Pferde in die Siegerliste der Badener Meile eintragen: 1974 & 1975 BLONDVOLK, 1983 PROVELLA und 1986 TONI L. Am Sonntag wird AKKON als einziger 'richtiger Österreicher' versuchen, sich als viertes Pferd zu den drei eben genannten dazu zu gesellen. (Ich muss zwar zugeben, dass ich selbst nachschauen mußte, aber die Sieger der ersten neun Badener Meilen - DORNIER, EPSOM, WINSTON, FREIGRÄFIN und MELTUS waren allesamt deutsch gezogene Pferde, und ebenso galt ja auch SPADILLE als 'Deutsche')

      Es ist zwar anzunehmen, dass Akkon am Sonntag am Wettmarkt favorisiert werden wird, allerdings kam zuletzt in Wien Malandro Mader vor ihm ein. Und auch in der letztjährigen Badener Meile war dies der Fall gewesen. Mit der Startnummer 7 ist Malandro Mader diesmal allerdings nicht sehr gut bedient, vielleicht kann Akkon also diesmal den Spieß umdrehen und für den ersten 'richtigen Österreichischen Sieg' seit 27 Jahren sorgen.
    • Diese Diskussion hatten wir schon einmal, aber mittlerweile habe ich die alten Jahrbücher aus den 60er und 70er Jahren.

      Und demnach war BLONDVOLK definitiv ein 'Österreichisches Pferd'.

      Die Gewinne aller Starter wurden dort immer getrennt nach A.Österreichische Pferde und B.Ausländische Pferde aufgelistet, und Blondvolk scheint in allen Büchern unter A.Österreichische Pferde auf.
    • Hat ein bisserl gedauert; finden tu ich alles, nur manchmal dauert's ein bisserl länger ;)

      Wo ich das seinerzeit abgeschrieben habe weiß ich nicht mehr, aber ich nehme an aus einem 'Traberjournal':

      "Der sympathische Blondvolk"

      Besitzer Ing.Friedrich Nußbaumer sagte immer: "Mon Bijou war sicher das genialere, aber Blondvolk das viel sympathischere Pferd. Ihn konnte ich im Stallgelände praktisch hinter mir herlaufen lassen, und er erkannte mich auch noch Jahre später, als ich ihn auf jenem Bauernhof besuchte, auf dem er sein Gnadenbrot erhielt."

      Blondvolk besaß ebenso die Sympathien des Publikums, wie schon die beiden Titel zum 'Traber des Jahres' 1971 & 1972 ausdrücken. Er präsentierte sich auch oft genug seinen Fans - 246x in acht Rennsaisonen. Dabei landete er in knapp 46% seiner Starts 1-2-3 (29 Siege, 44 zweite und 38 dritte Plätze), obwohl es zu Beginn und vor allem gegen Ende seiner Karriere nicht ganz so toll lief. Auffallend außerdem, daß sich gleich 13 verschiedene Fahrer in seinem Sulky versuchen durfte, am öftesten natürlich Ing.Friedrich Nußbaumer und Andor Beess, aber auch zu Gast befindliche Größen wie der australische Vize-Weltmeister Kevin Brook, der Franzose Léopold Vérroken oder die Deutschen Gottlieb Jauß und Hänschen Frömming.

      Blondvolk war kein gebürtiger Österreicher, wurde jedoch als Fohlen bei Fuß mit Mutterstute Blondköpfchen aus Deutschland eingeführt und besaß daher die Inländerqualifikation.

      Bald kastriert, kam er daher erst dreijährig auf die Bahn. Da legte er beim zweiten Antreten am 9.Februar 1969 seine Maidenschaft mit Stallmann Günther Zickler ab. Ab Juli erhielt er dann die einzige Pause in seiner Laufbahn. Von Jänner '70 bis Oktober '76 startete Blondvolk nun nämlich praktisch durch. Im wahrsten Sine des Wortes, denn er war fortan aus den Platzierungen kaum wegzudenken. 1971 (mit einem Erfolg u.a. im Marianne Dieden-Preis am Hunyady-Renntag) standen Gewinne von 245.300 S, in der Saison darauf 259.150 S zu Buche. Da stellte er auch neue Rekorde für heimische Wallache auf, zunächst im Preis der Stadt Baden '71 dank 19,9/ 1600m, später im Heinrich Horn-GR des Derbytages von 1972 mit seiner persönlichen Lebensbestzeit von 18,6/ 1620m.

      In unverändert treuem Stil ging's weiter, besondere Highlights dann 1974: Siege mit Kevin Brook (im Horn-Memorial in 18,8/ 1620m), mit Gottlieb Jauß in Pfarrkirchen oder mit Andor Beess in der Badener Meile (18,9/ 1609m). Nur ein Ausflug nach Enghien, zusammen mit Mon Bijou, zum Prix de New York blieb unbelohnt. Nicht jedoch diese Saison: 268.380 S hatte Blondvolk verdient. 1975 verlief dann nicht so spektakulär, aber mit Hänschen Frömming holte er sich neuerlich etwa die Badener Meile und bei 47 Saisonstarts 205.686 Schilling. Zehnjährig blieb Blondvolk sieglos und trat mit Gesamtgewinnen von fast 1,35 Millionen S unspektakulär (in Wels ausgeblieben) ab.

      Als Wallach hatte er für die Zucht natürlich keine Bedeutung, viel erwarten durfte man sich hingegen von seiner rechten Schwester, Blondmari D., der 'Traberin des Jahres 1974'. Ihr fehlten wohl auch die geeigneten Partner, denn u.a. Joffrey (v.Burning Speed), Diva, Milena (beide v.Mon Bijou) oder Ice Man (v.Ice Age) konnten ihr das Wasser nicht reichen.